Welches ist die beste Software zum Schreiben?

Was ist es besser um Gras zu schneiden? Die Sense, der Aufsitz-Rasenmäher oder gar ein Mäh-Roboter? – Klar, die Antwort darauf wird sein: „Ja, das kommt drauf an …“. Wie groß ist die Fläche, die gemäht werden soll, wie hoch ist das Gras? Wir sehen also, am Anfang steht die Problemdefinition („was will ich machen?“) und erst danach sucht man sich das geeignete Werkzeug. Beim Schreiben ist das genauso. Ob jetzt das Autorenprogramm Papyrus, Patchwork oder das Wald&Wiesen-Textprogramm einer gewissen marktbeherrschenden Firma (also MS-Word) besser geeignet ist, um geistige Ergüsse in eine digitale Form zu bringen, wird oft kontrovers diskutiert.

Für den, der nur einen Hammer hat, wird jedes Problem zum Nagel.

Mark Twain

Die Antwort ist auch hier – wie beim Rasen-Beispiel – abhängig vom Ziel und Zweck der Arbeit und dem Arbeitsstil des Autors. Jedes Projekt ist anders, jeder Schreiber arbeitet anders, es kann hier keine allgemeingültige Antwort geben. Anderseits gibt es hier viele Beiträge, in denen die Autoren (sinngemäß) laut tönen: „Ich brauch‘ nur Word (oder sonst was), das kann alles(sic!)“ und damit nahelegen, dass die anderen einfach nur zu doof sind, alle Möglichkeiten des dieses Programms auszukosten. Dem ist entgegenzuhalten, dass solche Leute oft eben nur das eine Programm kennen. Mark Twains Spruch kommt mir dabei in den Sinn: „Für den, der nur einen Hammer hat, wird jedes Problem zum Nagel.“

Hier ein paar Links zum ausprobieren (ohne jedweden Anspruch der Vollständigkeit:

Natürlich gibt es noch viel mehr, zum Teil umsonst, zum Teil sehr nützliche Demos, aber auch teure (aber meist leider gute) Bezahlprogramme. Was ich sagen will (und weswegen ich diesen elend langen Post schreibe) ist mein Rat, doch bitte alles was auf dem Markt ist und infrage kommt, selbst auszuprobieren. Also Leute, googelt nach den einschlägigen Begriffen, ladet die Demos runter und probiert sie aus. Nur so kann man eine – informierte – Entscheidung fällen.